Was verbirgt sich hinter dem Begriff “Overclocking”?
Der Begriff “Overclocking” kommt aus dem Englischen und bedeutet übersetzt soviel wie “Übertakten”. Im PC-Sektor ist mit Overclocking das Übertakten der CPU gemeint. Jede CPU ist vom Hersteller für einen bestimmten maximalen Prozessortakt ausgelegt, der auch auf der CPU angegeben ist. Je höher der Prozessortakt jedoch ist, desto schneller arbeitet der Rechner. Um die Performance und die Leistung eines Systems zu erhöhen, wendet man dieses Overclocking an. Dabei wird im BIOS, bei älteren Mainboards auch durch Umsetzen von Jumpern, eine Taktfrequenz eingestellt, die höher ist als die, für die die CPU vorgesehen ist. Lag die Taktfrequenz bei Prozessoren, die Mitte der neunziger Jahre produziert wurden, noch im Bereich von wenigen Hundert Megahertz, so sind aktuell Werte im Gigahertzbereich bereits Realität. Diese wird von einem Taktgeber – das ist meistens ein Schwingquarz – vorgegeben.
Beim Overclocking sind einige Punkte zu beachten. Betreibt man PC-Komponenten außerhalb der vom Hersteller vorgegebenen Spezifikationen, erlischt jeglicher Garantieanspruch. Durch die Übertaktung kann das System instabil werden, es kommt zu Fehlfunktionen oder Systemabstürzen. Daher sollte das Übertakten in Schritten erfolgen, wobei nach jedem Schritt die Systemstabilität mittels geeigneter Software geprüft wird. Bedingt durch die höhere Verlustleistung, erfordert ein übertaktetes System meistens ein stärkeres Netzteil und vor allem eine bessere Kühlung, da sonst mit einer kürzeren Lebensdauer der CPU zu rechnen ist. Das Übertakten eines PC-Systems sollte daher dem erfahrenen Computerprofi vorbehalten bleiben. Im Gegensatz zum Übertakten wendet man das Untertakten, d. h., die Taktfrequenz liegt unterhalb der vom Hersteller vorgegeben Spezifikation, meistens bei tragbaren Computern wie Laptops an, um deren Energieverbrauch zu senken.